Vom Bodensee bis zum Gardasee: Mit dem Malibu relax über die Alpen.

Was von einem Roadtrip am Ende wirklich bleibt, sind selten die gefahrenen Kilometer. Es sind die besonderen Orte, die Begegnungen unterwegs und die Erlebnisse, an die man noch lange zurückdenkt. Für diesen Roadtrip hat sich unser Partner Nomady auf den Weg von Vorarlberg über Südtirol bis in die Weinregionen Norditaliens gemacht. 

Zwischen beeindruckenden Bergpanoramen, weitläufigen Obstgärten, sonnigen Weinbergen und historischen Siedlungen zeigte jede Station ihren ganz eigenen Charakter. Dabei entstanden nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch viele persönliche Geschichten und Begegnungen. Das Beste daran: Die gesamte Route lässt sich nachreisen, einzelne Etappen können aber genauso gut für einen Kurztrip genutzt werden.

Überblick über die Reise

Reiselänge: 5 Etappen

Fahrzeug: Malibu relax 640 LE R

Stell- und Campingplätze:

  • Latangerhüsli auf 1.020 m, Montafon
  • Stellplatz Apfelwiese, Südtirol 
  • Corte Odorico Wine Experience, Valpolicella 
  • Painting Lake View in the Nature, Lago Maggiore 
  • Walsersiedlung Sankt Martin, Calfeisental

Das Zuhause auf Rädern.

Bevor die Reise richtig begann, stand zunächst der Begleiter für die kommenden Tage bereit: ein Malibu relax. Gerade auf einer Route mit Passstraßen, engen Ortschaften und schmalen Tunneln erwies sich das kompakte Fahrzeug als idealer Reisepartner.

Der Malibu relax bietet alles, was man für eine entspannte Reise benötigt. Nach einem erlebnisreichen Tag wurde er schnell zum gemütlichen Rückzugsort. Campingstühle rausstellen, ein Glas Wein aus der Region genießen und den Blick über die Landschaft schweifen lassen. Genau solche Momente machen das Reisen mit dem Camper aus.

Etappe 1: Bergidylle im Montafon.

Kaum gestartet, zeigte die Alpenregion direkt, wie schnell sich das Wetter in den Bergen ändern kann. Auf der Anfahrt sorgten heftiger Regen und starker Wind zeitweise für schwierige Bedingungen. Doch genauso schnell, wie das Unwetter gekommen war, verzogen sich die Wolken wieder und machten Platz für strahlenden Sonnenschein. Das erste Ziel der Reise war das Latangerhüsli auf rund 1.020 Metern Höhe. Schon bei der Ankunft wurde klar, warum dieser Ort etwas Besonderes ist. Vor dem Camp eröffnet sich ein beeindruckender Blick über das Tal, eingerahmt von den Bergen des Montafons. Die markanten Gipfel von Zimba und Saulakopf prägen die Kulisse, während direkt hinter der Hütte ein kleiner Waldweg zu einer Erkundungstour einlädt.

Gastgeber Michael begrüßte uns herzlich und erzählte von seinem Stellplatzprojekt, das ihn bereits seit vielen Jahren begleitet. Schritt für Schritt hat er den Platz weiterentwickelt und um verschiedene Angebote ergänzt. Heute gehören unter anderem ein Bad und ein kleiner Kräutergarten dazu, an dem sich Gäste gerne bedienen dürfen. Beeindruckend ist auch Michaels Leidenschaft fürs Fliegen. Als erfahrener Tandempilot hat er bereits mehrere Tausend Flüge absolviert. Dass ihn die Berge nicht nur vom Boden aus faszinieren, zeigte sich bereits  am nächsten Morgen, als er hoch über dem Tal seine Bahnen zog.

Etappe 2: Zwischen Apfelgärten und Weinreben in Südtirol.

Die zweite Etappe führte uns direkt in die sommerliche Hitze Südtirols. Unterwegs legten wir einen Stopp am Reschensee ein. Der bekannte Kirchturm, der aus dem Wasser ragt, gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Region. Das kühle Wasser sorgte dabei für eine willkommene Erfrischung.Je näher wir Meran und Bozen kamen, desto häufiger bestimmten Apfelplantagen das Landschaftsbild. Unser Ziel war die Apfelwiese am Stettnerhof, wo Gastgeber Lukas bereits entspannt mit seinen Gästen zusammensaß.

Der Stellplatz liegt mitten auf einem Familienbetrieb, auf dem seit Generationen Obst und Wein angebaut werden. Lukas nahm sich viel Zeit für uns, führte uns durch eine kleine aber feine Weinprobe und erzählte von den Besonderheiten der Region. Besonders stolz ist er auf seine hofeigenen Produkte, die bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein echtes Highlight war der historische Keller, der direkt in den Fels gebaut wurde. Hier herrschen ideale Bedingungen für die Lagerung von Wein und regionalen Spezialitäten. Den Abend ließen wir entspannt unter dem Sternenhimmel Südtirols ausklingen.

Etappe 3: Dolce Vita in der Valpolicella.

Die dritte Etappe der Reise führt uns in die Weinberge der Valpolicella. Schon die Anfahrt hat ihren ganz eigenen Charme. Vorbei an kleinen Ortschaften, bunten Häuserfassaden und hohen Pappeln geht es durch eine sanfte Hügellandschaft, bis eine von Rebstöcken gesäumte Zufahrt direkt zum Weingut führt. Dort angekommen fällt sofort das beeindruckende Haupthaus aus Naturstein auf. Die Geschichte dahinter reicht mehrere Generationen zurück: Die Steine für den ehemaligen Weinkeller wurden einst aus den Ruinen der Umgebung zusammengetragen und prägen bis heute den Charakter des Anwesens.

Gastgeberin Malvina kehrte nach einigen Jahren in Frankreich während der Pandemie in ihre Heimat zurück und übernahm das Familienweingut. Dass sie heute auch Gäste auf ihrem Grundstück willkommen heißt, hat einen ganz persönlichen Hintergrund. Bevor sie das Anwesen übernahm, lebte sie selbst eine Zeit lang in ihrem Camper Van auf dem Gelände und kennt das Reisen auf vier Rädern daher aus eigener Erfahrung.

Natürlich dreht sich hier vieles um Wein. Bei einer Verkostung probieren wir regionale Spezialitäten wie Käse und Salami sowie verschiedene Weine des Weinguts. Besonders spannend ist die Geschichte eines Ripasso, den Malvina augenzwinkernd als ihren „Robin-Hood-Wein“ bezeichnet. Die Geschichte dahinter reicht weit zurück: Früher wurden die bereits getrockneten Amarone-Trauben ein zweites Mal verwendet, um daraus einen einfacheren Wein herzustellen. Wer sich keinen Amarone leisten konnte, kam so dennoch in den Genuss eines Weins mit ähnlichem Charakter.

Am nächsten Morgen zeigt sich die Valpolicella noch einmal von ihrer schönsten Seite. Gemeinsam mit Malvina geht es in ihrem liebevoll gepflegten Fiat Oldtimer durch die umliegenden Dörfer und Weinberge. Von einem Aussichtspunkt aus schweift der Blick weit über die Hügellandschaft und das Weingut. Die sommerliche Ruhe wird dabei nur von einem Geräusch begleitet, das in dieser Region allgegenwärtig ist: dem lauten Zirpen der Zikaden.

Etappe 4: Ein Platz wie aus einem Gemälde.

Von den Weinbergen Norditaliens ging es weiter zum Lago Maggiore. Am Abend erreichen wir den Lago Maggiore über kleine Dörfer und verwinkelte Gassen. Unsere Gastgeber Simone und Nina können uns zwar nicht persönlich empfangen, haben aber eine Videobotschaft hinterlassen. Viel mehr braucht es eigentlich auch nicht, denn der Stellplatz spricht vom ersten Moment an für sich. Der Name „Painting Lake View“ kommt nicht von ungefähr. Schon früher zog die besondere Aussicht Maler in die Region, die hier die beeindruckenden Wolkenformationen über den Bergen festhielten. Heute genießen wir denselben Blick. Während neben dem Grundstück Pferde grasen, sorgen am Abend unzählige Glühwürmchen für eine ganz besondere Stimmung. Auch die beiden Hofhunde Claudio und Pipa lassen nicht lange auf sich warten und heißen uns freundlich willkommen.

Nina kennt diesen Ort schon ihr ganzes Leben. Sie ist in der Region aufgewachsen und hat bereits als Kind auf genau diesem Hof Reitunterricht genommen. Heute gibt sie selbst Unterricht und teilt ihre Begeisterung für die Natur mit anderen. Gemeinsam mit Simone liegt ihr besonders am Herzen, Kindern zu zeigen, wo Lebensmittel eigentlich herkommen. Auf dem Hof wachsen eigenes Gemüse, Kräuter und andere Produkte, dazu kommen die Eier der eigenen Hühner.

Als wir nach dem perfekten Start in den Tag fragen, kommt die Antwort ohne langes Überlegen: Mit dem Sonnenaufgang aufwachen, in Ruhe einen Kaffee trinken, frühstücken und anschließend im See schwimmen. Am Abend dann den Tag entspannt bei einem kühlen Getränk ausklingen lassen. Mehr brauche es eigentlich nicht. Damit Gäste die Region möglichst unkompliziert erkunden können, hat Simone eine eigene Google-Karte mit seinen persönlichen Highlights zusammengestellt. Besonders empfehlenswert ist der Aussichtspunkt oberhalb der Region. Von dort eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die sieben Seen der Umgebung und die Inseln vor Stresa.

Etappe 5: Ein besonderer Abschluss im Calfeisental.

Die letzte Etappe der Reise sorgt noch einmal für Spannung. Vor uns liegen eine Höhenbeschränkung von 2,60 Metern bei einer Fahrzeughöhe von 2,59 Metern, ein Staudamm mit einspuriger Durchfahrt und mehrere in den Fels geschlagene Tunnel. Zentimeter für Zentimeter tasten wir uns voran. Doch als sich am Ende des Tunnels der Blick auf das Tal öffnet, ist die Anspannung schnell vergessen.

Am Abend führt ein von Lichterketten gesäumter Weg vorbei an Holzsaunen und einem kleinen Badeteich mit Wasserrad bis zur Walsersiedlung Sankt Martin. Die fünf historischen Häuser sind außen weitgehend original erhalten und innen liebevoll restauriert. Die besondere Atmosphäre wirkt beinahe wie aus einer anderen Welt. Auf der Terrasse der Bergwirtschaft werden wir vom Gastgeber herzlich empfangen und genießen die Ruhe des Tals.

Nach einem Frühstück mit regionalem Käse und frischem Sauerteigbrot aus dem Holzofen nehmen wir an einer Führung durch die rund 700 Jahre alte Siedlung teil. Direkt am Gigerwaldstausee gelegen und umgeben von der Tektonikarena Sardona, einem UNESCO-Weltnaturerbe, bildet Sankt Martin einen eindrucksvollen Abschluss unserer Reise. Im selben Tal steht übrigens, wie man uns erzählt, die dickste Fichte Europas.

Fünf Stopps, viele Erinnerungen.

Am Ende dieser Reise sind es nicht die gefahrenen Kilometer, die in Erinnerung bleiben. Es sind die Begegnungen mit Menschen, die ihre Heimat mit Leidenschaft teilen, die besonderen Orte entlang der Strecke und die vielen kleinen Geschichten unterwegs. Vom Bergpanorama im Montafon über die Apfelwiesen Südtirols bis zu den Weinbergen des Valpolicella-Gebiets und der historischen Walsersiedlung im Calfeisental zeigte jede Etappe ihren ganz eigenen Charakter.

Das Schöne an dieser Route: Sie muss nicht am Stück gefahren werden. Ob einzelne Station oder kompletter Roadtrip, jede Etappe bietet besondere Erlebnisse und lädt dazu ein, die Regionen auf eigene Weise zu entdecken. Genau darin liegt für uns der Reiz des Campens: spontan unterwegs sein, neue Orte kennenlernen und Erinnerungen sammeln, die noch lange nach der Reise bleiben.

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