Mit dem Malibu Van durch Ligurien
Zwischen Küstenwanderung, Meerblick und italienischer Lebensart.
Ligurien zählt zu den schönsten Regionen Italiens – eine perfekte Mischung aus spektakulären Küstenlandschaften, malerischen Dörfern, kulinarischen Genüssen und mediterranem Lebensgefühl. Mit dem Malibu Van machten wir uns für einige Tage auf den Weg an die italienische Riviera und erlebten eine abwechslungsreiche Reise voller unvergesslicher Eindrücke.
Anreise über den Luganer See
Unsere Reise begann am Dienstagabend. Geplant war die Fahrt über den San-Bernardino-Tunnel Richtung Italien, doch eine unerwartete Sperrung machte uns einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen mussten wir spontan auf eine alternative Route ausweichen, die deutlich kurvenreicher und zeitaufwendiger war als ursprünglich geplant. Trotz des ungeplanten Umwegs erreichten wir in der Nacht einen Stellplatz am Luganer See, wo wir die erste Nacht verbrachten.
Am nächsten Morgen wurden wir mit einer traumhaften Kulisse belohnt. Bei einem Cappuccino mit Blick auf den See konnten wir entspannt in den Urlaub starten und neue Energie für die Weiterfahrt tanken. Anschließend setzten wir unsere Reise Richtung Süden fort und erreichten schließlich die ligurische Küste. Unser Zuhause für die kommenden vier Nächte war der Campingplatz Tigullio in Sestri Levante – ein idealer Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden.
Ein entspannter Start in Sestri Levante
Nach dem Check-in auf dem Campingplatz und einem kurzen Einkauf verbrachten wir den restlichen Nachmittag am Strand von Sestri Levante. Das warme Wetter, das glasklare Wasser und die entspannte Atmosphäre machten es leicht, sofort im Urlaubsmodus anzukommen. Nach der langen Anreise genossen wir die ersten Stunden am Meer und ließen die Seele baumeln.
Am Abend suchten wir uns einen Platz mit Blick auf die Küste und stießen bei einem Aperol auf den Beginn unseres Urlaubs an. Auf Empfehlung der Campingplatzbetreiberin besuchten wir anschließend das Restaurant „La Rada“. Die Kombination aus regionaler Küche, frischen Zutaten und der unmittelbaren Nähe zum Meer machte den Abend zu einem gelungenen Auftakt unserer Reise.
Cinque Terre – Das Highlight der Reise
Der zweite Urlaubstag führte uns in eine der bekanntesten Regionen Italiens: die Cinque Terre. Mit dem Zug fuhren wir zunächst nach Monterosso und machten uns von dort aus zu Fuß auf den Weg Richtung Vernazza. Statt den beliebten Küstenweg zu wählen, entschieden wir uns bewusst für einen höher gelegenen Wanderweg. Diese Entscheidung erwies sich als echter Glücksgriff. Während auf den bekannten Routen zahlreiche Besucher unterwegs waren, konnten wir die Wanderung nahezu in Ruhe genießen. Immer wieder eröffneten sich spektakuläre Ausblicke auf das Mittelmeer, die Steilküsten und die farbenfrohen Dörfer, die sich an die Hänge schmiegen.
In Vernazza angekommen, gönnten wir uns eine frische Focaccia und beobachteten das bunte Treiben im kleinen Hafen. Anschließend ging es mit dem Zug weiter nach Riomaggiore. Direkt am Wasser ließen wir uns einen Limoncello schmecken und fanden eine kleine Badebucht, die perfekt für eine kurze Abkühlung war. Von dort aus wanderten wir weiter nach Manarola, das mit seinen charakteristischen Häusern und seiner einzigartigen Lage zu den schönsten Orten der Cinque Terre zählt. Nach einem erlebnisreichen Tag kehrten wir schließlich nach Sestri Levante zurück. Den Abend verbrachten wir gemütlich am Van und kochten ein typisch ligurisches Gericht: Trofie-Pasta mit frischem Pesto. Besser hätte ein Urlaubstag kaum enden können.
Von San Fruttuoso nach Portofino
Auch der dritte Tag hielt ein weiteres Highlight bereit. Mit dem Boot fuhren wir von Sestri Levante nach San Fruttuoso, einem kleinen Ort, der vor allem für seine historische Abtei direkt am Meer bekannt ist. Schon die Anfahrt entlang der Küste war beeindruckend und bot wunderschöne Ausblicke auf die ligurische Riviera.
Von San Fruttuoso aus starteten wir unsere Wanderung nach Portofino. Der Weg führte durch mediterrane Wälder, vorbei an steilen Küstenabschnitten und immer wieder zu Aussichtspunkten mit spektakulären Panoramen über das Meer. Besonders angenehm war, dass wir unterwegs nur wenigen anderen Wanderern begegneten. Die Ruhe und die beeindruckende Natur machten diese Tour zu einem der schönsten Erlebnisse der gesamten Reise.
Portofino selbst konnte unsere hohen Erwartungen allerdings nicht ganz erfüllen. Der weltbekannte Küstenort war sehr stark besucht und wir fanden nur wenige ruhige Plätze zum Verweilen. Dennoch lohnt sich ein Besuch allein aufgrund des berühmten Hafens und der besonderen Kulisse. Am späten Nachmittag spazierten wir durch die kleinen Gassen, bevor wir mit dem Boot nach Sestri Levante zurückkehrten und den Tag entspannt ausklingen ließen.
Marktbesuch, Altstadtflair und ein perfekter Abschiedsabend
Unser letzter voller Urlaubstag begann mit einem Besuch des großen Wochenmarkts in Sestri Levante. Für uns gehört ein Marktbesuch in Italien einfach dazu. Zwischen regionalen Spezialitäten, frischem Obst und Gemüse, Kleidung und kleinen Souvenirs herrschte eine lebendige Atmosphäre, die das italienische Lebensgefühl perfekt widerspiegelte.
Nach dem Marktbesuch verbrachten wir einige Stunden in der Altstadt von Sestri Levante. Die verwinkelten Gassen, kleinen Cafés und die Nähe zum Meer verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Gleichzeitig nutzten wir den Nachmittag, um bereits einige Vorbereitungen für die Rückreise zu treffen.
Für unser letztes Abendessen entschieden wir uns bewusst gegen die bekannten Touristenorte und fuhren in den nahegelegenen Küstenort Cavi. Dieser wirkt deutlich ursprünglicher und authentischer und wird hauptsächlich von Einheimischen besucht. Im Restaurant „Ca‘ Melia“ genossen wir ein hervorragendes Abendessen in entspannter Atmosphäre. Anschließend spazierten wir noch einmal ans Meer und setzten uns auf die Felsen entlang der Küste. Während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, ließen wir die vergangenen Tage Revue passieren und genossen ein letztes Mal den Blick auf das Ligurische Meer. Dieser Sonnenuntergang war der perfekte Abschluss einer wunderbaren Reise.
Unterwegs mit dem Malibu Van
Am Sonntagmorgen kauften wir noch einige italienische Spezialitäten für zuhause ein, bevor wir die Rückreise antraten. Dieses Mal war der San-Bernardino-Tunnel wieder geöffnet, sodass wir ohne Verzögerungen und völlig entspannt nach Hause fahren konnten.
Der Malibu Van erwies sich während der gesamten Reise als idealer Begleiter. Gerade in einer Region wie Ligurien bietet die Freiheit eines Campers enorme Vorteile. Man ist flexibel unterwegs, kann Tagesausflüge individuell gestalten und hat gleichzeitig sein Zuhause immer dabei. Da dies bereits unser zweiter Campingurlaub war, konnten wir die Vorzüge des mobilen Reisens besonders genießen.
Auch mit dem Campingplatz Tigullio waren wir insgesamt zufrieden. Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Meer, die freundlichen Betreiber und die schön gelegenen Stellplätze haben uns überzeugt. Lediglich die sanitären Anlagen entsprachen nicht ganz unseren Erwartungen. Für Paare und aktive Reisende ist der Platz dennoch eine gute Wahl. Familien mit kleinen Kindern würden wir ihn hingegen nur eingeschränkt empfehlen.
Unser Fazit
Rückblickend war unsere Reise nach Ligurien ein voller Erfolg. Die Region hat uns mit ihrer landschaftlichen Vielfalt, den beeindruckenden Küstenwanderungen, den malerischen Orten und ihrer ausgezeichneten Küche begeistert. Besonders die Kombination aus Aktivurlaub, Entspannung am Meer und authentischer italienischer Lebensart macht Ligurien zu einem außergewöhnlichen Reiseziel. Die Wanderungen in den Cinque Terre und zwischen San Fruttuoso und Portofino, die entspannten Abende am Meer, die kulinarischen Highlights und die vielen kleinen Begegnungen unterwegs haben diese Reise für uns unvergesslich gemacht. Wer Wert auf Freiheit, Natur, Flexibilität und das besondere Gefühl legt, jeden Tag spontan gestalten zu können, dem können wir eine Reise mit dem Malibu Van durch Ligurien nur wärmstens empfehlen.