REISETIPP: MIT UNSEREM CARTHAGO VERTRIEBSLEITER DURCH KROATIEN
Kategorien: Tipps und Tricks
Veröffentlichung: 07.09.2021

42°46‘39‘‘  nördlicher  Breite,  17°26‘59“  östlicher  Länge  –  meine  Frau  Sonja  fährt  den Malibu Van vorsichtig auf einer Schotterpiste durch das Naturschutzgebiet auf der kroatischen Insel Mljet in Richtung Küstenlinie. Links und Rechts nur wenige Zentimeter zu Felsen, Büschen oder dem Hang. Ich selbst sitze auf dem Beifahrersitz und konzentriere mich auf das Fliegen der Drohne, die rund 200 m hinter uns aus 100 m Höhe die Szenerie aufnimmt. Der Wald lichtet sich und gibt den Blick auf die Küste frei. Es ist 20 Uhr, die goldene Stunde hat gerade begonnen. Am Horizont im Abendlicht, die kleine Kapelle auf dem Gipfel vor Kozarica, auf deren Vorplatz wir die Nacht verbringen wollen. Für Touren wie diese fahren wir einen Malibu Van! 

Fangen wir von vorne an:
Nach zwei Jahren mit einem Carthago c-line I 4.9 LE möchten wir in den nächsten Jahren noch einmal zurück zum "Vanlife". Wir haben in dieser Zeit vornehmlich Urlaubsziele im Visier, bei denen kleine Straßen oder Schotterpisten an die schönsten Stellen führen. So z.B. in Schottland, auf Korsika oder auch in den Naturschutzgebieten von Kroatien und Slowenien.  Als Ziel für Juni/Juli 2021 haben wir uns für Südkroatien entschieden. Wenn wir von einem Ziel sprechen meinen wir damit die grobe Richtung in die wir fahren. Wir buchen nicht vor, wir legen keine Etappen fest, wir sind jeder Zeit bereit komplett die Richtung zu wechseln wenn z.B. das Wetter nicht mitspielt oder die Gegend nicht so toll ist wie erwartet. 
So sind wir an einem Sonntagmittag in Richtung Kroatien aufgebrochen. Mit Wohnort im Landkreis Ravensburg ist dies keine große Sache – nach rund 600 km ist man am Grenzübergang Rupa. Die Fahrt geht an Salzburg vorbei in Richtung Villach, dort über die Grenze nach Slowenien. Man passiert Ljubljana und erreicht dann die nördliche Grenze Kroatiens. Bedingt durch die 3,5 t Zulassung des Malibu Vans reicht sowohl in Österreich, als auch in Slowenien die einfache Vignette. In Kroatien wird für die Autobahn an Mautstellen je Kilometer abgerechnet. Für uns bietet sich als erste Anlaufstelle die Halbinsel Krk an. Gegen 21.00 Uhr waren wir dort und haben uns für eine Nacht auf dem kleinen Campin Slamni in Klimno eingebucht. Wer hier mehr Zeit verbringen möchte dem sei die Stadt Krk, die Insel Cres und Halbinsel Mali Losinj empfohlen! 

Für uns geht die Fahrt am nächsten Tag weiter in Richtung Primosten. Eine kleine Küstenstadt südlich von Sibenik. Anlaufpunkt war der Campingplatz Adriatiq im Norden von Primosten. Neben einer wunderschönen Altstadt mit einem kleinen Hafen bietet Primosten am südlichen Ortsrand ein kleines Highlight für Fotografen und Abenteurer. Ein "lost place" in Form der alten Hotellanlage Marina Lucica, die aus den guten Zeiten der Jugoslawischen Ära stammt und heute als Ruine verwittert. Natürlich ist das Betreten nicht gestattet und gefährlich. Ein Spaziergang durch die alten Parkanlagen, rund um den Komplex herum bietet jedoch jede Menge Eindrücke und viele gute Motive, z.B. kann man hier auch dem ein oder anderen Künstler über die Schulter schauen.

Trogir 
Nach zwei Tagen zieht es uns weiter in Richtung Trogir. Seit 1997 Weltkulturerbe der UNESCO, bietet die ca. 15 km westlich von Split liegende Altstadt, jede Menge Sehenswürdigkeiten und vor allem "Flair“. Zu empfehlen ist der Campingplatz Rozac, südlich der Stadt. Man gelangt nach ca. 30 Gehminuten in die Altstadt. Neben der Altstadt ist auch die Halbinsel Otok Ciovo ein absolutes Highlight, welche sich auch perfekt für tolle Radtouren anbietet.

Halbinsel Orebic – Orebic
Auf dem Landweg in Richtung Orebic fährt man kurzzeitig durch Bosnien Herzegowina. Die Grenzübergänge sind unkompliziert. In ein paar Monaten soll eine Brücke diesen Umweg überflüssig machen. Direkt nach der Zufahrt zur Halbinsel fällt die Burganlage mit Europas längster Stadtmauer bei „Ston“ und „Mali Ston“ ins Auge. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Wir fahren entlang der Küstenlinie bis ungefähr zur Inselmitte. Nahe der Stadt Orebic liegt der Campingplatz Nevio [42.982383, 17.198160]. Hier bleiben wir drei Tage und geniessen Sonne und Strand.

Loviste
Bevor wir Richtung Mljet übersetzen, erkunden wir den Rest der Halbinsel Orebic und gelangen durch Zufall in das kleine Fischerdorf „Loviste“ am westlichen Ende der Insel. Wie immer – der Zufall bringt die besten Plätze. Ein traumhafter Ort mit einer Bucht in der Abends die Segler zum Zwischenstopp einkehren. Der Campingplatz Lupis ist ein kleiner Platz in einem Olivenhain direkt am Strand. Für den Malibu Van genau passend, Fahrzeuge über 8 Meter sind hier eher die Ausnahme. Tipp: Entlang der nördlichen Küstenlinie zieht sich eine Brandschutzstraße (43.019660, 17.071504) auf der man sehr gut mit dem Rad entlang fahren kann und hierbei eine wunderbare Aussicht auf die gegenüberliegenden Küsten hat! Den Abend genießt man hier dann am besten in einem der kleinen Restaurants direkt in der Bucht von Loviste. Sehr zu empfehlen ist das Restaurant Gradina [43.023326, 17.027821] – auf der anderen Seite der Bucht.      

Naturschutzinsel Mljet  
Ein Großteil der Insel ist mit Wald bedeckt – dies ist für Kroatien relativ ungewöhnlich. An der westlichen Spitze befindet sich der Nationalpark Mljet. Campingplätze sind rar – wir stehen teils frei oder auf dem kleinen familiären Platz „Autocamp Lovor Mljet“ auf dem die Inhaberin für jeden Gast ein offenes Ohr und als Abschiedsgeschenk Lorbeerblätter für das nächste selbstgemachte Gulasch bereithält. Der Nationalpark bietet sich für Wanderungen an. Highlight ist das Benediktinerkloster auf der Insel Heilige Maria. Die Insel liegt in einem Salzwassersee der nur durch eine enge Passage mit dem Meer verbunden ist. Vom bewachten Parkplatz des Nationalparkzentrums aus gehen viele Wanderwege in die Umgebung ab. Empfehlenswert ist die Tour auf den Aussichtspunkt "Montokuc". Rund 270 Höhenmeter sind hierbei zu bewältigen. Der östliche Bereich der Insel ist wieder etwas belebter. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Besuch der kleinen Buchten, z.B. "Prozurska Luka" (42.728355, 17.648057).  

Zurück Richtung Norden – Sibenik  
Nach den erlebnisreichen Touren auf Mljet fahren wir so langsam wieder in Richtung Norden. Wir haben den Campingplatz Solaris [43.699620, 15.879839] empfohlen bekommen. Dieser liegt an der Küstenlinie vor Sibenik, direkt neben dem Kanal Sveti Ante. Das Gelände ist riesig und bietet neben dem Campingplatz und fünf Hotelanlagen Platz für über 10.000 Menschen. Zu unserer Reisezeit (Juni 2021) war die Anlage nur zu rund 25 % ausgebucht und somit war jede Menge Platz und Auswahl vorhanden. Bis zur Innenstadt von Sibenik sind es rund 20 Minuten mit dem Rad. Wir selbst haben bei dieser Tour die Stadt jedoch ausgelassen. Nicht nur die Stadt Sibenik mit dem Hafen ist sehr schön anzuschauen, auch die Umgebung von Sibenik hat viel zu bieten. Mit dem Rad ist man in weniger als 20 Minuten in den alten Wehranlagen rund um die Festung St. Nikolas. Das Gelände wird gerade als eine Art Kriegsmuseum erschlossen und bietet auf sehr gut ausgebauten Wander und Radwegen, viele Informationen über diese spezielle Anlage und deren Bedeutung in den Weltkriegen. Sehenswert ist hier auch der "Morski Tunnel" der als Bunker für Kriegsschiffe gedient hat. In der näheren Umgebung von Sibenik befinden sich die KRKA Wasserfälle. Diese zählen zu den Touristenmagneten in Kroatien, zu denen täglich hunderte (tausende?) Touristen gefahren werden. Unser Tipp: Schauen Sie sich auch den Flusslauf des KRKA an, der von hier aus rund 70 km in das Landesinnere führt. Es gibt viele tolle Buchten und Badestellen. Herrliche Aussichtspunkte auf die zerklüftete Gebirgslandschaft durch die sich der Fluss schlängelt und nicht zuletzt das auf einer Insel gelegene Kloster Visovac. Auch in dieser Umgebung hat der Malibu Van seine Vorteile, wenn man wie wir in jeden Feldweg fährt, um zu schauen ob es noch eine bessere Aussicht auf den Fluss gibt. Die Wasserfälle selber haben wir dann erst am Abend, nach 18.00 Uhr besichtigt. Nach einem kleinen Fußmarsch ist man im Tal und kann über sehr gut ausgebaute Stege die Wasserfälle von allen Seiten betrachten. Der Weg wieder hinauf geht etwas leichter wenn man die Straße läuft. Belohnung ist auch hier ein toller Ausblick auf den Flusslauf. Übernachtunsgtipp: Das Hotel Vrata Krke (43.795310, 15.967613) betreibt einen kleinen Stellplatz hinter dem Hotel. Es liegt unmittelbar am Eingang zum Tourismuszentrum der Wasserfälle. Wir haben nach dem „Abendrundgang“ am Wasserfall hier übernachtet und sind am nächsten Tag weitergefahren.

Halbinsel Tisno / Murter (43.800258, 15.611528) 
Weiter geht es Richtung Norden. Wir fahren hier mit einer kleinen Etappe von nur rund 100 km zur Halbinsel Tisno/Murter. Diese war bislang ein „weißer Fleck“ auf unserer Kroatien Karte. Nach einer kleinen Rundfahrt über die Halbinsel entscheiden wir uns für den Camping Jezera Village (43.793167, 15.627380). Der Platz ist ein guter Ausgangspunkt um zu Fuß Tisno zu erkunden oder mit dem Rad die etwas weiter gelegenen Orte Murter und Jezera zu besuchen.  

Letzte Etappe – Amines Atea Camping Resort Krk (45.169929, 14.547058) 
Die Halbinsel Krk und die vorgelagerte Insel Losinj und Mali Losinj sind für sich alleine schon eine Reise Wert. Bei dieser Tour nutzen wir Krk nur als Etappe bei der Hin- und Rückfahrt. Recht schnell nach der Brücke bei Smrika erreicht man den Ort Nkivice mit dem Camping Atea. Wir merken schnell das die Saison so langsam Fahrt aufnimmt. Es ist Anfang Juli und die Plätze werden rar und deutlich teurer als Mitte Juni. Für eine Nacht ist dies in Ordnung und wir genießen ein letztes Abendessen mit Blick auf das Meer. 

Zu unserem Malibu Van
Der Malibu Van ist der idealer Reisebegleiter für Touren wie diese. Schnell und wendig auf der Strecke, um Distanzen zu überwinden. Vor Ort super geeignet, um auch schmale Wege und Gassen zu erkunden. Und wenn man gerade nicht fährt, eine komfortable Wohnung die groß genug ist, um sich wohl zu fühlen. Wir haben uns für den Grundriss comfort 640 LE entschieden. Uns war hierbei der große Dachstauschrank über dem Fahrerhaus wichtig, um Jacken und Badetücher verstauen zu können. Die Motorisierung haben wir mit 180 PS gewählt, offen gesagt reichen hier aber auch 160 PS. Nicht verzichten möchten wir auf das Automatikgetriebe und die Fiat Assistenzsysteme. Im Bereich der Medientechnik haben wir werksseitig ein Pioneer Navi verbaut, dass auf der normalen Route auch anständige Arbeit macht. Wenn es in die kleinen Wege geht bevorzugen wir das iPad in der Fiat Halterung über dem Radio. Hier kommen dann Offroad Apps wie MapOut, Gaia oder auch Google Maps zum Einsatz. Zu unserem Profil gehört, dass wir sehr viel Wert auf ein Mindestmaß an Autarkie legen und aus diesem Grund ein wirklich benutzbares Bad mit Dusche und WC im Fahrzeug haben wollen - und auch nutzen. Das Bad im Malibu Van ist wirklich genial, ich kann es aus Erfahrung sagen, es kann sich mit dem eines Reisemobils der Premiumklasse in vielen Punkten messen. Stauraum und Ablagen sind wirklich ausreichend vorhanden. Nicht zu unterschätzen sind die Ablagen unter den Schränken im Schlafbereich und die Eckablagen im Heck. Für die Beladung haben wir mit Aluminiumprofilen eine Ladebox erstellt, die vom Grill über Stühle bis zur Angel einen schnellen Zugriff auf die verstauten Sachen ermöglicht. Bei den Rädern setzen wir auf eMTB’s, die mit ihrem Gewicht nicht auf den Hecktürenträger passen. Empfehlen können wir hier den Träger der Fa. Weih Tec aus Aulendorf.

Über uns
Mein Name ist Jürgen Fleuter, ich bin 51 Jahre alt und seit 2013 bei Carthago im Vertrieb tätig. Heute als Vertriebsleiter, seit nunmehr als drei Jahren verantwortlich für den Vertrieb der Carthago Reisemobile. Meine Frau Sonja (50) und ich teilen die Leidenschaft für das mobile Reisen und sind seit mehr als 25 Jahren mit Zelt, Caravan und allen Arten von Reisemobilen unterwegs. Unseren ersten eigenen Carthago hatten wir bereits vor der beruflichen Verbindung – einen Carthago c-tourer T 143 aus dem Modelljahr 2012. Wir genießen meine berufliche Möglichkeit sich immer wieder mit Produktneuerungen aus dem Hause Carthago/Malibu beschäftigen zu können, diese auf Herz und Nieren zu testen. Nur, auch heute noch, haben wir immer ein privates Reisemobil, gepackt vor der Haustür stehen um jederzeit mit unserem Hund Ike auf Tour gehen zu können. Es dient quasi als "Fluchtfahrzeug". Sei es nur für eine Übernachtung in den nahen Bergen zu einer Wander- oder Mountainbiketour oder für einen Besuch bei Freunden mit eigenem "Gästezimmer" im Gepäck. In weniger als einer halben Stunde sind wir Abfahrbereit und nutzen dies mindestens einmal im Monat für spontane Touren. Unsere bisherigen Reisen haben uns quer durch Europa geführt. Neben dem selbst erleben, dokumentieren wir gerne mit Bild, Film und Roadbook unsere Touren um auch anderen Menschen die Faszination Reisemobilurlaub näher bringen zu können.